Istanbul

Wie aus dem Nichts kam es aus dem Radio. Anschlag, Istanbul, Flughafen, Atatürk, 30 Tote. Worte die sich mir eingebrannt haben. Die schmerzen. Und dann „scheiße das hättest du sein können, der tot ist“, „gott habe ich Glück gehabt“. Ich verbrachte erst 4 wunderschöne Tage in dieser pulsierenden und so wunderschönen Stadt. Eine Stadt voll mit Leben aber auch mit soviel elend. Eine Metropole die so westlich und doch so fern davon ist. Eine Stadt die tief in sich selbst gespalten ist. 

Ich habe Istanbul als ein wundervollen Ort erlebt. Mich sicher, akzeptiert und wohl gefühlt. Doch nie hätte ich gedacht das genau an dem Ort wo ich mich am sichersten gefühlt habe, es passiert! 

So strange für mich dieser Ort sich auch angefühlt hat. Stark bewaffnete Polizisten, Sicherheitskontrollen über Sicherheitskontrollen. Dinge die für mich als Europäer ungewohnt und unüblich sind. Ausgerechnet da? Was kommt als nächstes? Eine Moschee die in die Luft fliegt? 

Ich weiß es nicht. Es ist eine feige Tat. Eine Tat des Terrors. Menschen die in den Urlaub wollten, die auf Ihre liebsten warteten, die Arbeiten, alle! Was konnten sie dafür? Nichts! 

Nicht nur Istanbul trauert. Auch ich trauere. Es sind schwarze Tage für diese wunderbare Metropole aber auch für die ganze Welt. 

Und eins ist sicher. Ich werde trotzdem wieder mich in diese Welt entführen.

Manchmal kommt es im Leben einen so vor als wenn einem alles zu viel wird. Dass das Schicksal und somit das Leben einem nur schlechtes will. Es folgt ein negatives Ereignis nach dem anderen. So geht es mir gerade. Eine Sache folgt der anderen und es scheint kein Ende zu nehmen.
Doch ich sehe es als Prüfung. Als eine Aufgabe die mir Gott oder das Universum oder sonst wer gegeben hat.
Ich soll Sie meistern und daraus lernen, das positive sehen. Doch es fällt mir schwer. Beispielsweise meine Wohnung. Nach der Trennung meiner vermeintlich großen Liebe, bin ich in ein kleines Kellernest gezogen. Habe es mir gemütlich eingerichtet und mich eigentlich echt wohl gefühlt. Und nun?
Ich hab ein Wasserschaden. Meine Möbel Schimmeln und ich will einfach nur noch weg. Ich mein was soll ich bitte da positives raus ziehen ?
Das ich eine neue Küche bekomme. Ja gut ok. Das ich eine neue Schrankwand bekomme? Nee, schließlich liebe ich diese Schrankwand. Und was ist mit den Bauarbeiten in der Wohnung? Wer lebt schon gern auf einer Baustelle?!

Warten wir es ab ob diese sch… wirklich etwas positives für mich bereit hält.

Ich gebe aufjedenfall nicht auf. Und kämpfe weiter. Schließlich lässt sich ein König nicht einfach unterkriegen.

Und ich bleibe dabei. Alles im Leben hat seinen Grund. Seine Bestimmung. Es passiert nichts einfach so. Alles ist vorbestimmt und nur zum positiven von uns. Es liegt nur an uns ob wir dies erkennen und annehmen.

Eisbad

Glückwunsch oder sollte ich eher sagen schöne scheiße?
Ich weiß es nicht. Nach einem wunderschönen, entspannten Abend, der nun gut mich zum denken angeregt hat. Folgt ein ernüchterndes Eisbad am morgen.
6 Monate ging es gut. Doch jetzt?
Die Schlinge um ihn schnürt sich immer enger zu. Dabei kann ich nur zu sehen. So gern würde ich ihn befreien, ihm helfen. Doch ich kann seine Entscheidung nicht treffen. Seine Worte ihm nicht rauben. Er hätte die Chance gehabt gestern, als Sie ihn gefragt hat. Doch er flüchtete sich.
Und wieder wären wir bei den Fragen….
Wieso sagt er es nicht?
Wieso steht er nicht dazu?
Ich kann nur hilflos dabei zu sehen wie es ihn immer weiter zerreißt. Als wäre er ein Gummiband das jeden Moment den zwei ziehenden ins Gesicht schlägt.
Nun einer wird definitiv verletzt werden.
Es kommt auf Ihn an wer und wie sehr die Person verletzt wird.

Fragen

Verrückt worüber wir uns alles Gedanken machen, worüber wir uns sorgen. Ohne zu merken das es sinnlos ist und uns eigentlich nur Kraft raubt. Wir das negative damit nur anziehen.
Aber es sind Gedanken, Sorgen, Ängste, Sehnsüchte die mich verfolgen. Mich Wach halten.
Was tut er gerade?
Küsst er seine Frau?
Verbringt er ein romantischen abend mit ihr?
Entscheidet er sich gerade gegen mich?
Wann seh ich ihn endlich wieder?
Haben wir jemals eine Zukunft?

Fragen die mich quälen. Die ich nicht beantworten kann.

Ja ich habe mich für eine „Beziehung“ mit einem Mann entschieden der gebunden ist. Der Ehemann, Vater und Freund ist.
Doch so verwerflich es auch ist. Ich habe mich in diesen Mann verliebt. Und er ist wundervoll.

Doch zu welchen Preis?

Da ist es wieder. Eine Frage. Die mich quält.

Ich weiß nur eins. Ich liebe diesen Mann und hoffe auf eine gemeinsame Zukunft.