Testlauf 

Eine weitere Woche die voller positiver und negativer Ereignisse sich dem Ende neigt. Eine Woche die mich wieder ein Stück verändert hat. Die Erkenntnis, Schmerz und Freude zur Folge hatte.

Manchmal bricht man mit Menschen. Man bricht mit ihnen eine Freundschaft, eine Liebe, eine Verbindung. Dies tut man nicht gerne aber es kommt dazu weil man zusammen nicht mehr kompatibel ist. Oder weil man zusammen an einer Gabelung steht und sich für die andere Richtung entscheidet. So oder so ähnlich hat meine Woche angefangen. Es ist ok aber es zeigt einem auch was Menschen von einem halten.

Die Woche ging dann so weiter. Voller Gedanken die Amok laufen. Nie hätte ich gedacht das ich mit ihm jemals zusammen laufen werde und das es so Spaß macht. Hätte auch nie gedacht das ich dann auch noch mich bei einem Lauf anmelde. Somit muss ich bis September fit sein. Um die 10 km in einer akzeptabelen Zeit zu laufen. Aber positiv denken und vorallem den inneren Schweinehund überwinden.

Und dann Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag. Gott was waren das für Tage. Nennen wir sie mal Testlauf. Testlauf für ein Leben das so fern und doch so nah ist. Erst ein Film das sein, mein Leben zeigt. Der mich einiges besser verstehen lässt und der mich hat einiges anders sehen lässt. Ein Gespräch das ich so nie erwartet habe. Das mich extrem zum nachdenken gebracht hat. Eine Nacht die ich nicht nocheinmal erleben möchte. Ein Nachmittag, ein Abend und ein Morgen der mir so positiv angst gemacht hat. Können zwei Menschen wirklich so kompatibel sein? Kann es wirklich funktionieren? Ein schwulen Paar mit Kindern?  Ohne schief angeschaut zu werden? Die Antwort ist JA! Es war normal. Die Welt um mich herum vergessen. Die Probleme vergessen. Es gab nur ihn, die Kinder und mich. Es hat sich unbeschreiblich angefühlt. Ja es ist genau das was ich will. Ich will ein Mann, ich will in irgendeiner Form Kinder. Ich will IHN! Nie hätte ich es für möglich gehalten das wir so kompatibel sind. Und es war der Testlauf. Der Test ob es überhaupt funktionieren würde. Und ja es würde funktionieren! Trotz allem war es nur ein Test. Ein Traum den ich kurz leben durfte. Am Ende des Tages liege ich ja doch allein im Bett. Wache morgens alleine auf. Und teile den Mann den ich liebe und für den ich so bereit bin, mit einem anderen Menschen. Das ist nunmal die Realität. Er ist verheiratet. Er ist Vater. Ich bin am Ende ja doch nur die nette Abwechslung zum Alltag, zur Ehe. So sehr es sich auch als normal angefühlt hat, so sehr war es nur ein Augenblick der vergänglich ist. Das wissen über sein Gefühle und das wissen darüber das er sich am Ende des Tages gegen mich Entscheidet schmerzt. Die Wahrheit, die Realität schmerzt. Das einzige was ich erwarten kann ist seine Treue mir gegenüber, nicht mit einem anderen Mann zu schlafen. Und diese Angst ist stärker denje. Ohne zu wissen warum.

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