Schauen wir doch mal in die Zukunft

Wo sehe ich mich in 10 Tagen, 10 Monaten oder gar in 10 Jahren? Eine verdammt gute Frage.  Vor allem, weil man ja auch ganz einfach in die Zukunft schauen kann – Na, du magische Kugel. Schauen wir doch mal in meine Zukunft – von wegen. Wir wissen im Grunde ja nicht einmal was in der nächsten Minute passiert. Das Leben steckt voller Überraschungen und wenn wir alle ehrlich sind, sind Überraschungen doof. Nie weiß man, ob einem die Überraschung gefällt und manchmal nicht einmal, was man damit anfangen soll. –Schrecklich– Und wie hat es schon John Green betitelt, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Was bleibt uns also übrig? Wir können es uns ja versuchen  vorzustellen, was wäre, wenn das Leben und das dazugehörige Schicksal es gut mit uns meinen. Dann wäre ich gerne in 10 Tagen schlanker, muskulöser und genauso gut gelaunt wie heute. In 10 Monaten würde ich dann einen super Job haben, einen wunderschönen Audi fahren und mit meinem Traummann zusammenziehen und der Traumkörper ist so gut wie da. Und in 10 Jahren, naja, der Audi würde durch ein neueres Modell ersetzt werden, im Job würde es super laufen, da man ja die Karriereleiter erklommen hat und das Zusammenleben mit meinem Traummann ist einfach fantastisch. Die Quadratmeter der Wohnung würden deutlich zugenommen haben und der Ring am Finger schaut wahnsinnig gut aus. Eine Vorstellung des Lebens die wir doch alle haben. Alles ist schön und alles ist toll und alles wird genauso passieren wie wir es wünschen. Alleine in dieser Vorstellung zu schwelgen, lässt meinen Endorphin- & Serotoninspiegel in die Höhe schnellen.  Aber ob das liebe Leben und der komische Typ namens Schicksal es dann auch wirklich so meinen, steht leider nur in den Sternen. Also heißt es wieder – Na, du magische Kugel. Schauen wir doch mal in die Zukunft – und wünschen uns ganz fest, dass es so kommt wie, wir es wünschen.

Neues Jahr neues Glück 

In weniger als einer Stunde haben wir das Jahr 2017 und das gibt mir Anlass auf das Jahr 2016 zurück zu blicken. Ein Jahr voller positiver und negativer Ereignisse, Gefühle und Erfahrungen. Begonnen hat es mit meinem ersten Konzert. Elli Golding war einfach perfekt hierfür. Und dann kam ein Mensch in mein Leben. Diesen Menschen nenne ich heute mit Stolz und voller Liebe meinen Freund. Nie hätte ich gedacht mich wieder so zu verlieben. Nein nie hätte ich gedacht das ich mich so verliebe. Und dann war auch schon fast Mitte des Jahres. Urlaub in Istanbul. Eine Auszeit von allem nehmen und mit einigen Dingen abschließen. Eine wundervolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Genauso wenig den Sommer. Das erste mal seit Jahren ins Freibad gehen. Das erste mal sich nicht schämen. Das erste mal stolz auf sich selbst sein. Ein wunderbares und erfüllendes Gefühl. Eine wunderschöne Zeit mit ihm. Zusammen laufen, Zeit miteinander verbringen. Dann irgendwann mein Geburtstag. So viele Menschen die da waren. Das erste mal diesen einen Tag feiern. Es gab so viele glückliche Momente in diesem Jahr. So viele Erinnerungen die bleiben werden. Aber es gab auch Momente die nicht so schön waren. Ohne Geld, voller Schmerz, voller Trauer und Hilflosigkeit. Es sind die Momente die einen wieder runterholen. Aber sie gehören dazu. Und ich möchte auch diese nicht missen. 

Ich möchte danke sagen. Danke das es Menschen in meinem leben gibt die immer für mich da sind. Die ich überalles liebe und die meine Familie sind. Besonders möchte ich meiner Mutter, meiner Schwester, meiner Oma, Tony, Jürgen, Viktoria, Tanja und Sebnem danken. Ihr seit meine Familie, meine Freunde, mein Partner. Ich bin unendlich dankbar euch in meinem Leben zu haben und möchte euch im neuen Jahr nicht missen. 

Auf ein tolles neues Jahr 2017. Voller Überraschungen, Freude, Liebe, Spaß, Glück und auf Gesundheit, Freundschaft, Treue, Partnerschaft und das jeder einzelne Wunsch in Erfüllung geht. 

Dark Paradise – Someone like you

Lana del Rey singt in ihrem Song – Dark Paradise – mit tiefem Schmerz und aus tiefster Seele – Dich für immer zu lieben, kann nicht falsch sein. Obwohl du nicht hier bist, werde ich nicht weiterziehen„, „Deine Seele verfolgt mich und sagt mir, dass alles in Ordnung ist, aber ich wünschte... „ – Und Adele singt mit voller Leidenschaft und Liebe – Wahrscheinlich gab sie dir etwas, was ich dir nicht geben konnte.„, Ich hasse es, so uneingeladen aufzutauchen aber ich konnte nicht wegbleiben, ich kam nicht dagegen an…“, „Ich wünsche euch beiden nur das beste Vergiss mich nicht, ich flehe dich an, ich erinnere mich daran, dass du sagtest: ‚Manchmal bleibt die Liebe, aber manchmal tut es einfach nur weh‚ “  
Textzeilen die sich für mein Leben, in meine Seele eingebrannt haben. Songs die mich zutiefst bewegt haben und so viel gelehrt. Zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein können und doch so gleich. Die eine singt davon das Sie auf der anderen Seite warten wird. Das man sich da wieder sehen wird. Die andere darüber, dass egal wie wie groß die Liebe auch war. Selbst wenn es die eine war. Sie schlussendlich manchmal doch nicht ausreicht. Das liebe nicht alles ist. Doch beide singen über ein und das selbe. Über die eine große Liebe. Über diesen einen ganz besonderen Menschen. Beide würden oder hätten alles für ihn getan. Nur die eine findet sich damit ab und lebt ihr Leben weiter. Und die andere wartet. Wartet darauf das diese eine große Liebe auf einen wartet. Auch wenn dies auf der anderen Seite sein wird. 

Es ist unsere ganz persönliche Entscheidung. Ob wir warten oder abschließen. 

Doch wir sollten uns immer klarem darüber sein. Wollen wir wie Lana darüber singen wie sehr wir leiden, wären wir warten. Oder wollen wir wie Adele uns daran Erinnern das wir nicht gewartet haben, sondern unsere große Liebe weiterziehen haben lassen. 

Winter De- /Impressionen

Wie jedes Jahr werden die Tage kürzer, die Nächte länger, die Bäume kahler und es wird kälter. Die Menschen packen sich wieder dick ein und kosten jeden Sonnenstrahl den sie erhaschen können aus. 
Da stellen sich mir innerlich Fragen – und ich?, bin ich den überhaupt dafür bereit? Bereit für die besinnliche Zeit? 

Ich kann die diese Fragen nicht wirklich beantworten. Sie eher umschreiben und zu einem Punkt bringen. Ich gehe mit gemischten Gefühlen in diese Zeit, denn wir trauern alle dem Sommer hinterher und freuen uns aber zeitgleich auf den Winter. Auf all die Schlemmereien, die kuscheligen Abende zu zweit und und und. Es ist die Zeit in der wir uns alle daheim verkriechen wollen, mit einer Tasse Tee und einem guten Buch. Familien machen einen auf heile Welt und für die Dauer der Zeit glauben sie es auch noch selbst, dass alles in Ordnung sei. Singles verfallen derweil in Selbstmitleid und Beziehungen die gescheitert sind laufen weiter, denn die Entscheidung kann auch vertagt werden. Es heißt ja alle Jahre wieder. Alle Jahre wieder, Tage und Wochen der Heuchelei, die dann an Weihnachten ihren großen Auftritt hat. Einen Auftritt der legendär ist und sich jedes Jahr wie ein kaputtes Band wiederholt. Was uns jedes Jahr aufs neue dazu bewegt uns gute Vorsätze vorzunehmen. Das man alles besser macht. Das man sich ändert. Man diese Heuchelei nächstes Jahr nicht mit macht. Das man sich trennt. Und so vieles mehr. Doch dann? Ja was ist dann mit den Vorsätzen? Es bleibt alles beim alten. Man nimmt die gewünschten 10kg nicht ab, mit dem Rauchen ging es grad so weiter, der Alkohol fließt und die vorgenommenen Entscheidungen haben ja noch Zeit. 

Also alles in allem, ist es wie jedes Jahr. Es wird sich nichts ändern. Doch eins ist sicher: Lieber sitze ich an den besinnlichen Tagen alleine mit einer Tasse Tee und einem guten Buch daheim, als mir Heuchelei und leere Versprechungen zu geben. Und genau das ist dass was ich am Ende auch tun werde.

Ade single bells

Wir alle haben doch das bestimmte Bild von Männern. Welche Typen es alles so da draußen gibt und vor allem wie sie ticken. Eine sehr gute Freundin hat dies mit Sarkasmus, Witz und schonungsloser Ehrlichkeit beschrieben https://datewithmylife.wordpress.com/2016/05/17/single-bells/. Allerdings fehlt da ein Typ Mann. Nämlich der eine und somit wären wir auch mitten im Thema. Es geht um den einen Mann den man sieht, trifft, kennenlernt und sich verliebt. Doch wer ist dieser eine Mann? Was macht ihn zu diesem einen Typ den wir womöglich am Ende heiraten? Hat er den Charme von George Clooney, die coolnes von Jason Statham, das geheimnisvolle von Robert Pattinson oder doch einfach nur das Aussehen von Channing Tatum? Ist er etwa der „Hollywood-Traum“?

Finden wir es raus. Dieser eine Mann den wir nur einmal in unserem Leben begegnen. Ist mehr als nur der „Hollywood-Traum“, schon alleine weil wir ihn anfassen können. Er ist tatsächlich echt, aus Fleisch und nicht nur ein Bild in einem Hochglanzmagazin. Er bringt die oben genannten Eigenschaften mit und das ist noch nicht alles. Er ist ein Meister darin einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und nicht nur ein Lächeln, das eben mal da ist. Nein eins das den ganzen Tag anhält. Er möchte einen glücklich sehen und tut alles dafür. Aber was ist alles? Was tut er, was andere nicht tun? Er ist selbstlos, er denkt immer zuerst an dich und das uns. Er spürt es wenn es dir schlecht geht und wenn er merkt, dass einer nicht reden möchte, dann macht er sich eben zum Affen. Hauptsache er kann die grauen Wolken verschwinden lassen. Er kümmert sich um dich, denn du bist seine Familie, sein ein und alles. Er legt sehr viel wert auf Werte und du bist eines dieser Werte. Bevor er kommt, kommst du. Er liebt es ins Bad zu gehen, sich zu richten, auf dich zu warten und dein Funkeln in den Augen zu sehen wenn du ihn siehst. Er schaut dir zu wie du schläfst. Nicht weil er ein Vampir ist der nicht schlafen kann. Sondern weil er es kaum glaubt, dass er jemanden gefunden hat, für den er leben darf. Er liebt es dich zu lieben und deine Liebe zu spüren. Man sieht sein Herz förmlich leuchten. Hell und tiefrot. Er liebt deinen Geruch, dich zu berühren, dich zu liebkosen, deinen Atem zu spüren, dir in die Augen zu schauen, deine Stimme zu hören. Überstunden führt dieser Mann tiefsinnige Gespräche, in denen er von seinen Erfahrungen, seinen Ängsten und von sich selbst spricht. Ohne dabei in Selbstmitleid zu verfallen oder gar dich dabei zu vergessen. Nein er möchte was von dir erfahren und nutzt jede Gelegenheit dazu. Er ist aber auch Typisch Mann und das bedeutet er wird das Kind in sich nie los. Das Kind, das es liebt Blödsinn zu machen, Spielzeug liebt und sich über Stunden damit beschäftigen kann. Und was tun wir derweil? Wir werden damit rein gezogen und haben keine Chance dem zu entweichen, weil wir seinem Bann komplett verfallen sind.

Was aber das ganz besondere ist, was diesen Mann ausmacht, was ihn zu dem einen macht. Das fühlt man. Das kann man nicht in Worte fassen oder aufmalen. Das spürt man wenn diese eine Person einem über den Weg läuft. Da ist sofort dieses Gefühl, dass es der eine ist. Man kann es kaum fassen und man möchte es auch nicht. Aber dann kommt eine Zufriedenheit, eine Glückseligkeit. Ein Gefühl das uns komplett erfüllt und dieses Gefühl, dieses eine Gefühl haben wir nur einmal in unserem Leben und es ist das größte was einem widerfahren kann. Und ich glaube zu wissen, dass ich diesen einen Mann schon kenne.

Das ist also Typ 4. Nein er ist nicht nur Typ 4, sondern er ist der eine Mann. Der eine den wir von ganzem Herzen lieben. Den wir nie wieder hergeben wollen. Und dies sieht er genauso und aufgrund dessen kommt die Frage:“ Willst du mich heiraten?“

 

 

 

 

Ich möchte an dieser Stelle der Autorin von Single bells danken. Vicki, danke das ich den wundervollen aber auch recht harten Text von dir weiterführen und meiner Meinung nach vervollständigen durfte. Es ist meine Ehre und eine sehr große Freude.

 

Update – Windows / Leben

Wir kennen das doch alle. Man möchte eben nur was Googlen und dann das…Windows installiert Update 1 von 100. Schöne scheiße. Nun darf man erstmal dabei zusehen wie der eigene Rechner worüber wir denken wir hätten die Macht, ersteinmal sich verselbstständigt, um danach uns ein komplett neues System vor die Nase zu setzen, was ja scheinbar ach so gleich und ach so toll sein soll. So nun steht man da. Es ist ja eigentlich das gleiche, das altbekannte und doch so neu. Und da man keine Lust hat sich wirklich groß damit zu beschäftigen, nehmen wir lieber unser smartphone in die Hand und Googlen es einfach da. So oder so ähnliches ist es im Leben. Man hat das alt bekannte. Den einen Menschen den man kennt und genauso liebt. Doch irgendwas verändert sich. Sei es der Mensch, die Umstände oder doch rein gar nichts. Wir schauen früher oder später immer nach einer Alternative und testen diese ach so neue und tolle Erfahrung. Um dann zu merken es war ein Fehler. Den das altbekannte auch wenn es sich verändert hat, dass kennt man und das neue was dazu kommt das lernt man viel schneller und viel besser als man denkt. Vorausgesetzt man möchte es. Lässt seine Zweifel und seine Ängste irgendwo in einer Schachtel unterm Bett verschwinden. Aber meist ist es dafür schon zu spät. Man hat die Alternative schon längst getestet. Ein zurück gibt es nicht mehr. Sein Gewissen bereinigen indem man es ausspricht, ist meiner Meinung nach auch falsch. Schließlich hat man selber den Mist gebaut. Also heißt es nach einer Lösung suchen. Die frage ist nur ob wir die Lösung die das Schicksal für einen bereit hält überhaupt möchten. 

Ich für meinen Teil kenne die Alternative und auch die Lösung. Und ich bin mir ziemlich sicher das die Lösung das bessere für mich wäre. Doch wie soll man eine Lösung für sich selbst herbei führen, wenn die Lösung ja eigentlich seine Aufgabe sein wird? Ergo es bringt nichts man muss sich damit auseinander setzen und manchmal auch über seinen eigenen Schatten springen und reden. In dem Falle also weg mit dem smartphone und an  die neue Menüführung von Windows. 

Die Erkenntnis ?!? 

​Nunja manchmal weiß man gar nicht wo anfangen mit dem schreiben. Gedanken, Ideen, Gefühle und Worte bilden ein riesen großen Knäul den man erstmal entwirren muss. Alles erstmal ordnen und in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und vor allem in einen sinnvollen Kontext. Ich kann dies am besten mit Musik und im freiem. Wie jetzt – Freibad, Kopfhörer. Und trotzdem weiß ich gar nicht so recht wo  anfangen. Am besten am Anfang. Aber was ist der Anfang? Ist der Anfang da wo man die eine Person kennenlernt? Oder ist der Anfang etwa da, als wir den Geburtskanal verlassen haben? Ich glaube der Anfang liegt viel früher. Er liegt in der Entscheidung oder in der Gewissheit das man Vater und Mutter wird. Ich glaube daran dass das Leben vorbestimmt ist. Und das alles einen Sinn hat. Schlechte Erfahrung nur eine Lehre sind und eine Erfahrung ist die etwas gutes für einen bereit hält. Manchmal erkennen wir dies nur nicht. Und wir haben eine Lernaufgabe im Leben.  Ich persönlich habe lange dafür gebraucht um diese zu erkennen und wenn man sie erkannt hat dann ist dies schon mal die halbe Miete. Schließlich muss man es dann nur noch lernen. Denkste! Man wird immer mehr auf die Probe gestellt. Bis wir irgendwann es nicht einmal merken und das größte gefunden haben. Genau das größte Glück was einem wiederfahren kann. Die eine Person die alles wieder auf Anfang setzt. Die einen alles vergessen lässt für die man alles und noch mehr tun würde. Ich glaube ich habe diese eine Person gefunden. Aber das sagt man so einfach. Es gibt weder für das Leben noch für die eine Liebe einen Ratschlag. Entweder man spürt es und weiß es aus tiefsten Herzen oder man weiß es nicht und es ist nicht da.  Und wenn man die eine Person gefunden hat, dann sollte man alles tun um diese Person zu halten. Um das größte Glück der Welt nicht aufzugeben. Jeden Kampf den man zuvor geführt hat. Ist ein scheiß dagegen. Also geht in die Welt hinaus und macht eure Erfahrungen. Genießt und liebt das Leben. Und wenn ihr es gefunden habt wonach ihr sucht. Haltet es fest und lasst es nie wieder los. 

Love in the Dark

„I can´t love you in the dark”, Adele hat mit diesen Song vollkommen recht. Egal wie schön es sein kann, egal was wir erleben, welche Momente wir teilten, wir werden uns nie nachts lieben dürfen. Nie dürfen wir, nein nie darf ich es. Es wird Zeit es zu beenden. Es wird Zeit zu gehen. Klar das habe ich mir immer anders vorgestellt. Aber nunja wir kommen doch alle in einer Beziehung an den Punkt an dem wir, entweder nicht mehr können, eine Entscheidung treffen, etwas passiert oder oder. Alles führt aber dazu dass wir uns im Endeffekt dagegen entscheiden. Gegen eine gemeinsame Zukunft.

Gekämpft und verloren würde ich mal behaupten.

Doch das schlimme ist nicht die Erkenntnis sondern das wie und vor allem der Schmerz. Der Schmerz darüber so verletzt worden zu sein. Tief in mir drin habe ich immer darauf gehofft. Darauf gehofft dass er sagt, er würde sich scheiden lassen, er wolle eine gemeinsame Zukunft mit mir. Pustekuchen. Stattdessen verbringen wir ein wunderschönen Abend und eine Nacht zusammen um dann knallhart in die Realität zurückgeholt zu werden. Ich war, ich bin und werde immer nur der Fick für zwischendurch sein. Das Geheimnis seines Lebens. Ich werde dies aber nicht länger sein. Ich will es nicht mehr sein. Ich will nicht mehr ertragen, hoffen, zuhören, mir ansehen, runterschlucken. Ich will und werde es nicht mehr.

Am Ende des Tages ist Sie es, die neben ihm einschläft, die ihm Kinder, ein Heim, eine Familie, liebe, Erinnerungen und so vieles mehr schenkt. Dinge die ich dummes, naives 23 jähriges schwules ihm nie bieten kann.

 

Testlauf 

Eine weitere Woche die voller positiver und negativer Ereignisse sich dem Ende neigt. Eine Woche die mich wieder ein Stück verändert hat. Die Erkenntnis, Schmerz und Freude zur Folge hatte.

Manchmal bricht man mit Menschen. Man bricht mit ihnen eine Freundschaft, eine Liebe, eine Verbindung. Dies tut man nicht gerne aber es kommt dazu weil man zusammen nicht mehr kompatibel ist. Oder weil man zusammen an einer Gabelung steht und sich für die andere Richtung entscheidet. So oder so ähnlich hat meine Woche angefangen. Es ist ok aber es zeigt einem auch was Menschen von einem halten.

Die Woche ging dann so weiter. Voller Gedanken die Amok laufen. Nie hätte ich gedacht das ich mit ihm jemals zusammen laufen werde und das es so Spaß macht. Hätte auch nie gedacht das ich dann auch noch mich bei einem Lauf anmelde. Somit muss ich bis September fit sein. Um die 10 km in einer akzeptabelen Zeit zu laufen. Aber positiv denken und vorallem den inneren Schweinehund überwinden.

Und dann Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag. Gott was waren das für Tage. Nennen wir sie mal Testlauf. Testlauf für ein Leben das so fern und doch so nah ist. Erst ein Film das sein, mein Leben zeigt. Der mich einiges besser verstehen lässt und der mich hat einiges anders sehen lässt. Ein Gespräch das ich so nie erwartet habe. Das mich extrem zum nachdenken gebracht hat. Eine Nacht die ich nicht nocheinmal erleben möchte. Ein Nachmittag, ein Abend und ein Morgen der mir so positiv angst gemacht hat. Können zwei Menschen wirklich so kompatibel sein? Kann es wirklich funktionieren? Ein schwulen Paar mit Kindern?  Ohne schief angeschaut zu werden? Die Antwort ist JA! Es war normal. Die Welt um mich herum vergessen. Die Probleme vergessen. Es gab nur ihn, die Kinder und mich. Es hat sich unbeschreiblich angefühlt. Ja es ist genau das was ich will. Ich will ein Mann, ich will in irgendeiner Form Kinder. Ich will IHN! Nie hätte ich es für möglich gehalten das wir so kompatibel sind. Und es war der Testlauf. Der Test ob es überhaupt funktionieren würde. Und ja es würde funktionieren! Trotz allem war es nur ein Test. Ein Traum den ich kurz leben durfte. Am Ende des Tages liege ich ja doch allein im Bett. Wache morgens alleine auf. Und teile den Mann den ich liebe und für den ich so bereit bin, mit einem anderen Menschen. Das ist nunmal die Realität. Er ist verheiratet. Er ist Vater. Ich bin am Ende ja doch nur die nette Abwechslung zum Alltag, zur Ehe. So sehr es sich auch als normal angefühlt hat, so sehr war es nur ein Augenblick der vergänglich ist. Das wissen über sein Gefühle und das wissen darüber das er sich am Ende des Tages gegen mich Entscheidet schmerzt. Die Wahrheit, die Realität schmerzt. Das einzige was ich erwarten kann ist seine Treue mir gegenüber, nicht mit einem anderen Mann zu schlafen. Und diese Angst ist stärker denje. Ohne zu wissen warum.

Stand by me

So und nun liege ich mal wieder in meinem Bett und lasse die letzten Tage resume passieren.

Ich weiß gar nicht wo anfangen.

Mit Tobi ist es endlich endgültig vorbei. Nach einem Jahr habe ich es geschafft ihm das zusagen was ich mich nie getraut habe. Und wenn ehrlich bin hätte ich es viel früher tun sollen, es tat einfach so gut, ihm alles zu sagen, ohne Rücksicht.

Nunja dann kann ein schöner Abend, vor dem ich aufeinmal Angst hatte. Sein Geburtstag. Es war schön, sein Gesicht und sein strahlen zu sehen als er sein Geschenk ausgepackt hat. Wie ein kleines Kind das sich in sein neues Spielzeug verliebt hat und alles um sich vergisst. Ein toller Abend auch wenn er sehr betrunken geendet hat. Gott ist der Mann süß wenn er torkelt. Und da war es auch wieder, dieses DER, dein Traum.

Und dann das Wochenende. Viele eindrücke, vieles neues und so vieles altes. Erst treffe ich durch Zufall eine alte Klassenkameradin, was wirklich schön war und dann erfahr ich von einer anderen Klassenkameradin das Sie schwer krank ist. Wie das Leben ein manchmal verarscht und wieder runter holt ist erschreckend. Und dann worauf ich mich schon die ganze Woche gefreut habe. Vikki auf Ihrer Pipi Langstrumpf Terrasse besuchen. Wirklich schön, eine wunderschöne Wohnung, der Garten und die Terrasse erst. Naja nachdem wir über Männer und Sex philosophiert haben. Kam Julian. Julian ist Ihr bester Freund und Ihr Ex. Ein großer, starker Mann. Beschützer eben. Aber er kam mir bekannt vor. Genau! Da gab es mal einen aus der Vergangenheit der war genauso.

Nunja dann der Samstag.

Michel im Freibad und auch noch laufen gewesen. Komisch ich fande es total toll im Freibad. Sich sonnen, schwimmen. Einfach die Seele baumeln lassen. Und das beste daran. Sich dafür nicht schämen. Laufen war ich auch noch. Man sollte ja auch was für sein Körper tun. Und schließlich für den abend gut aussehen. Nachdem ich gut gebräunt war kam das Lichterfest.

Ein abend mit Jürgen, ein abend voller Überraschungen.

Nie hätte ich gedacht das wir je so offen mit einander reden werden. Das wir zusammen ganz normal irgendwo hingehen können. Aber es ging und es war wunderschön. Ok es gab zum Schluss etwas Streit. Aber ich schätze das ist normal in den Anfängen. Schließlich mussten wir bisher mehrere Tage in wenige Stunden packen und das klassische Spiel der Rosa-roten-Brille war eigentlich nie wirklich da.

Gott, dieser Mann ist nicht nur eine Augenweide, nicht nur ein Traum im Bett sondern so Gefühlvoll, so schön, so zärtlich und doch so männlich. Noch nie habe ich so offen über meine Gefühle, meine Gedanken und meine Bedenken geredet. Und noch nie habe ich mich so verstanden gefühlt. Und endlich. Er hat geredet. Es mir gleich getan. Was mich ehrt und wofür ich dankbar bin.

Nunja und heute. Freibad und wieder in der Sonne gebruzelt. Und ja IHN im Freibad gesehen. Zwar mit Familie, aber das gehört nunmal zu ihm. Sie sind ein Teil von ihm. Ein Teil das ich nicht abstoßend finde oder nicht mag. Im Gegenteil ich liebe sie! Zwei wundervolle Kinder, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe. Vorallem den Kleinen. Sein Ebenbild. Ein toller kleiner Junge. In den ich mich wirklich verliebt habe. Für den ich wirklich alles tun würde wenn es sein müsste. 

Eine Sache noch. Es gibt nichts schöneres, wie einen Mann an seiner Seite stehen zu haben, der „Stand by me“, für einen singt…